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Fall : Progrediente Dysphagie mit Kompressionsymptome und Gastrointestinaleblutung

 

Aktuelle Anamnese: Die Protokollen berichten sehr einheitlich ( régulièrement ) über einen 57-jährigen Mann, der sich aufgrund von seit 4 Wochen bestehender Dysphagie vorstellte. Die Dysphagie sei am Anfang nur bei der Aufnahme von fester Nahrung ( aliments solides ) aufgetreten, trete aber in der Gegenwart auch bei Aufnahme von flüssiger( liquides ) Nahrung auf. Nach Angaben des Patienten (selons les patients ) , seien die Beschwerden von Regurgitation, Pyrosis, Hypersalivation, Heiserkeit und Fremdkörpergefühl ( sensation de corps étranger ) im Halsbereich ( dans la région du cou )  begleitet. Weiterhin habe der Patient eine Episode von Teerstuhl gehabt.

Meterhohe Flammen in Flörsheim-Wic...
Meterhohe Flammen in Flörsheim-Wicker - Strohballen brennen auf Acker

 

Vegetative Anamnese: Die Mehrheit von Protokollen sprechen über eine starke

Gewichtsverlust von ca 5Kg innerhalb 3 Wochen.

 

Vorerkrankung: Alle Protokollen berichten über Obstipation, Insomnie und eine unbestimmte Herzrhythmusstörung (Manchmal VHF (Vorhofflimmern = fibrillation auriculaire ) , manchmal ventrikuläre Extrasystolien), Diabetes Mellitus Typ 2 (häufig mit einer Entgleistung vor 2 Wochen), Verruca vulgaris ( téloula = verrue )  im rechten Hand, Thoraxtrauma vor mehr als 10 Jahren und eine Bursitis (Schleimbeutelentzündung)

 

Medikation: Icandra (Metformin 1g + Vidagliptin 50mg) und Phenprocomoun (AVK) . Auch Laxatien.

 

Noxen: Der Patient sei Raucher, i.d.R ( in der regal )  zwischen 10-20 PY. Alkohol trinke er nur gelegentlich (1-2

Bier pro Woche, 1 Glas Wein pro Woche). Drogen werden verneint.

 

Allergien: Gegen Pollen, gegen NSAR und gegen Gräser.

 

Familienanamnese: Die Mutter sei vestorben an Rektumkarzinom, der Vater hat Z.n ( zustand nach = condition aprés une intervention ) Magenteilresektion wegen Ulcus ventriculi.

 

Sozialanamese: Der Patient ist als Pförtner ( concierge )  tätig. Seine Frau ist vor 2 Monaten verstorben. Er habe 2 Kinder, eine davon ein Pflegekind.

 

Analyse

 

Die anamnestischen Angaben sprechen über einen gestörten Schluckakt ( problème de déglutition )  mit Fremdkörpergefühl  ( sensation du corps étranger ) und intakte Initiierung, was für eine Ösophagealedysphagie (im Kontrast zu eine Oropharyngealedysphagie) spricht ( ce qui plaide en faveur surtout d’une dysphagie oesophagienne que oropharyngée ) . Das Leitsymptom progrediente Dysphagie bedarf der Verdacht auf strukturellen Krankheiten des Ösophagus (Ösophagusdivertikel, Ösophaguskarzinom) oder Achalazie (Andere funktionelle Störungen sind nicht durchgehend un progredient, sondern eher episodisch  = les achalasies sont plutôt épisodiques que progressives ).

 

Bei der Differenzierung zwischen einem Ösophaguskarzinom und ein Divertikeln sind die vorhandenen Risikofaktoren (Rauchen, Gastroösophagealerefluxkrankheit, Alkoholkonsum) und Halitose ( mauvaise alaine )  zu beachten. Diese Risikofaktoren sprechen am ehestens für Karzinom, während die Halitose für ein Divertikel. Beim Patienten steht nur das Rauchen als Risikofaktoren, ist es aber nicht über Halitose berichtet. Weiterhin, die Meläna spricht stark für eine Blutung, die im Assoziation mit Karzinom stehen kann. Die andere Symptomen sind eher unspezifisch, die Heiserkeit ( dysphonie = raucité de la voie )  spricht aber auch für Karzinom.

 

Bezüglich der Achalazie, kann eine progrediente Dysphagie dazu zurückgehen, aber die Meläna und Heiserkeit würden unerklärt bleiben.

 

Prinzipiell steht dann das V.a ( verdacht auf = suspicion de )  Ösophaguskarzinom und ist daher eine Ösophagoduodenale Endoskopie indiziert, andere Möglichkeiten wie Ösophagusdivertikeln sind aber zu beachten. Bei unaufällige Endoskopie, eine Manometrie zum Auschließen von Achlazie wäre indiziert.

 

Die Allergien und Familienanamnese scheinen, obwohl einheitlich in alle Protokollen ( bien que constants dans tous les protocoles ) , irrelevant zu sein. Die Vorerkrankung erlauben die Verdacht auf eine neuromuskuläre Störung (diabetische Neuropathie, ggf. konsum von Amiodaron wegen VHF), die Klinik spricht aber stark dagegen.

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